Gesundheits-Apps und DSGVO-Konformität: Worauf achten
Wie du bewertest, ob eine Gesundheits-App wirklich DSGVO-konform ist, und welche Fragen du zum Datenschutz deiner Gesundheitsdaten stellen solltest.
Viele Gesundheits-Apps behaupten, "DSGVO-konform" zu sein. Aber was bedeutet das tatsächlich, und wie kannst du erkennen, ob eine App deine Gesundheitsdaten wirklich schützt?
Hier ist, worauf du bei der Bewertung von Datenschutzpraktiken von Gesundheits-Apps achten solltest.
Was die DSGVO tatsächlich erfordert
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) legt Regeln fest, wie Unternehmen personenbezogene Daten von EU-Bürgern handhaben müssen. Für Gesundheitsdaten — klassifiziert als "besondere Kategorie von Daten" — sind die Schutzmaßnahmen noch strenger.
Wichtige DSGVO-Anforderungen umfassen:
Rechtmäßige Grundlage für die Verarbeitung. Das Unternehmen muss einen gültigen rechtlichen Grund haben, deine Daten zu sammeln und zu nutzen. Bei Gesundheits-Apps ist das normalerweise deine ausdrückliche Einwilligung.
Zweckbindung. Daten sollten nur für die Zwecke verwendet werden, denen du zugestimmt hast, nicht für andere nicht offengelegte Zwecke.
Datenminimierung. Es sollten nur die für den Dienst notwendigen Daten gesammelt werden.
Richtigkeit. Daten müssen genau und aktuell gehalten werden.
Speicherbegrenzung. Daten sollten nicht länger als nötig aufbewahrt werden.
Sicherheit. Angemessene Sicherheitsmaßnahmen müssen deine Daten schützen.
Deine Rechte. Du hast Rechte auf Zugang, Berichtigung, Löschung und Export deiner Daten.
Behauptungen vs. Realität
"DSGVO-konform" ist zu einem Marketing-Häkchen geworden. Viele Unternehmen behaupten Konformität, während sie das erforderliche Minimum — oder weniger — tun.
Was "DSGVO-konform" tatsächlich bedeuten könnte
Minimale Konformität: Hat eine Datenschutzrichtlinie. Erlaubt Datenlöschung auf Anfrage. Reagiert auf Zugangsanfragen innerhalb der erforderlichen Frist. Das erfüllt technische Anforderungen, spiegelt aber möglicherweise keine starken Datenschutzpraktiken wider.
Starke Konformität: Daten in EU gespeichert. Begrenzte Datenweitergabe. Klare, verständliche Richtlinien. Datenschutz-zuerst-Architektur. Datenminimierung in der Praxis. Regelmäßige Sicherheitsaudits.
Dasselbe Label "DSGVO-konform" deckt eine breite Palette tatsächlicher Praktiken ab.
Fragen zum Stellen
Bei der Bewertung von Datenschutzpraktiken einer Gesundheits-App schau über die Konformitätsbehauptung hinaus:
Wo werden Daten gespeichert?
DSGVO gilt dafür, wie Daten von EU-Bürgern gehandhabt werden, unabhängig davon, wo sie gespeichert sind. Aber in der EU gespeicherte Daten haben stärkeren Schutz als anderswo gespeicherte.
Frage spezifisch: Welches Land? Welcher Rechenzentrumsanbieter? Manche "DSGVO-konformen" Apps speichern Daten auf US-Servern, die US-Recht unterliegen.
Werden Daten mit Dritten geteilt?
Lies die Datenschutzrichtlinie sorgfältig. Wer erhält deine Daten? Analyseanbieter? Werbenetzwerke? Cloud-Dienstleister? "Partner"?
Selbst mit Nutzereinwilligung untergräbt umfangreiche Datenweitergabe den Geist des Datenschutzes.
Was passiert mit Daten, wenn du dein Konto löschst?
Werden Daten wirklich gelöscht oder nur "anonymisiert" und behalten? Wie lange dauert die Löschung? Ist sie automatisch oder musst du sie spezifisch anfordern?
Was ist die Datenaufbewahrungsfrist?
Wie lange werden deine Daten aufbewahrt? Manche Unternehmen behalten Daten unbegrenzt. Andere löschen nach einem bestimmten Zeitraum. Es sollte eine klare Richtlinie geben.
Warnzeichen
Achte auf diese Warnzeichen:
Vage Datenschutzrichtlinien. Wenn du nicht verstehen kannst, was sie mit deinen Daten machen, ist das ein Problem.
Keine klare Datenstandort-Offenlegung. Wenn sie nicht sagen wollen, wo Daten gespeichert sind, ist es wahrscheinlich irgendwo, wo du sie nicht haben willst.
Umfangreiche Drittanbieter-Weitergabe. Lange Listen von "Partnern", die deine Daten erhalten, sollten Bedenken wecken.
Werbebasiertes Geschäftsmodell. Wenn die App kostenlos und werbefinanziert ist, sind deine Daten das Produkt.
Kein einfacher Datenexport. Wenn du deine Daten nicht herausholen kannst, bist du eingesperrt.
Gute Zeichen
Zeichen für wirklich starke Datenschutzpraktiken:
Klarer, spezifischer Datenstandort. "Alle Daten in Deutschland gespeichert" ist besser als "Daten auf sicheren Servern gespeichert."
Minimale Drittanbieter-Verarbeitung. Wenige externe Verarbeiter nutzen und offenlegen, wer sie sind.
Keine Werbung oder Datenmonetarisierung. Geschäftsmodell basiert auf Abonnements, nicht Datenausbeutung.
Einfacher Datenexport. Alles jederzeit in Standardformaten herunterladen.
Transparente Datenschutzdokumentation. Klare Erklärungen, was gesammelt wird, warum und wie es geschützt ist.
Der Vidanis-Ansatz
Bei Vidanis nehmen wir Datenschutz ernst:
EU-Datenspeicherung. Alle Daten in Deutschland gespeichert.
EU-Verarbeitung. Daten vollständig innerhalb der EU-Jurisdiktion verarbeitet.
Keine US-Abhängigkeiten. Wir leiten deine Gesundheitsdaten nicht durch US-Tech-Giganten.
Keine Datenmonetarisierung. Deine Gesundheitsdaten werden nie verkauft oder für Werbung genutzt.
Vollständiger Datenexport. Lade deine kompletten Daten jederzeit herunter.
Klare Datenschutzrichtlinie. Wir erklären, was wir tun, in Sprache, die du verstehen kannst.
DSGVO-Konformität ist der Boden, nicht die Decke. Für Gesundheitsdaten verdienst du mehr als minimale Konformität — du verdienst echten Datenschutz.
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