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GLOSSARY

eGFR (Geschätzte glomeruläre Filtrationsrate)

Ein Bluttest, der schätzt, wie gut deine Nieren Abfallstoffe aus deinem Blut filtern. Der wichtigste Marker für die Nierenfunktion.

Was ist eGFR?

eGFR steht für geschätzte glomeruläre Filtrationsrate. Sie misst, wie viel Blut deine Nieren pro Minute filtern, ausgedrückt in mL/min/1,73m².

Die eGFR wird nicht direkt gemessen, sondern aus deinem Kreatinin-Wert, Alter, Geschlecht und manchmal der ethnischen Zugehörigkeit berechnet. Es ist die Standardmethode, mit der Ärzte die Nierenfunktion beurteilen.

Betrachte es als Prozentsatz der normalen Nierenfunktion. Ein eGFR von 90 bedeutet, dass deine Nieren mit etwa 90% Kapazität arbeiten.

Normalwerte

eGFR-WertNierenfunktion
90+Normal
60–89Leicht eingeschränkt
45–59Leicht bis mäßig eingeschränkt
30–44Mäßig bis stark eingeschränkt
15–29Stark eingeschränkt
Unter 15Nierenversagen

Ein einzelner niedriger Wert weist nicht unbedingt auf eine chronische Nierenerkrankung hin. Ärzte suchen typischerweise nach dauerhaft niedrigen Werten über 3+ Monate.

Warum es wichtig ist

Früherkennung

Nierenerkrankungen zeigen oft keine Symptome, bis erhebliche Schäden eingetreten sind. Die eGFR erkennt nachlassende Funktion früh, wenn Interventionen am wirksamsten sind.

Medikamentensicherheit

Viele Medikamente werden über die Nieren verarbeitet. Wenn deine eGFR niedrig ist, müssen bestimmte Medikamente möglicherweise dosisangepasst oder ganz vermieden werden.

Kardiovaskulärer Zusammenhang

Eingeschränkte Nierenfunktion ist stark mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko verbunden. Die Überwachung der eGFR hilft, die allgemeine Gesundheit zu überwachen, nicht nur die Nierengesundheit.

Was die eGFR beeinflusst

Mehrere Faktoren können deinen eGFR-Wert vorübergehend beeinflussen:

  • Flüssigkeitsstatus — Dehydration kann die eGFR senken
  • Kürzliche intensive Bewegung — Kann Kreatinin vorübergehend erhöhen
  • Proteinreiche Mahlzeiten — Können Kreatininwerte beeinflussen
  • Bestimmte Medikamente — NSAIDs, einige Blutdruckmedikamente

Wie oft testen?

  • Keine Risikofaktoren: Alle paar Jahre als Teil der Routineblutuntersuchung
  • Diabetes oder Bluthochdruck: Jährlich
  • Bekannte Nierenerkrankung: Alle 3–6 Monate oder nach Anweisung

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