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GLOSSARY

TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon)

Der primäre Screening-Test für die Schilddrüsenfunktion. Erhöhtes TSH deutet auf eine Schilddrüsenunterfunktion hin, niedriges TSH auf eine Überfunktion.

Was ist TSH?

Das Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH) wird von der Hirnanhangsdrüse in deinem Gehirn produziert. Es signalisiert deiner Schilddrüse, wie viel Schilddrüsenhormon sie produzieren soll. TSH ist der empfindlichste Marker zur Erkennung von Schilddrüsenfehlfunktionen.

Stell dir TSH wie einen Thermostat vor: Wenn der Schilddrüsenhormonspiegel niedrig ist, steigt TSH an, um mehr Produktion anzuregen. Wenn die Schilddrüsenhormone hoch sind, sinkt TSH.

Normalwerte

StatusTSH-Wert (mIU/L)
SchilddrüsenüberfunktionUnter 0,4
Normal0,4 – 4,0
Subklinische Unterfunktion4,0 – 10,0
SchilddrüsenunterfunktionÜber 10,0

Hinweis: Die „normalen" Bereiche variieren je nach Labor und sind umstritten. Viele Ärzte betrachten einen optimalen TSH-Wert von 1,0–2,0 mIU/L.

Warum es wichtig ist

Stoffwechsel

Deine Schilddrüse steuert deinen Stoffwechsel. Eine Fehlfunktion kann zu unerklärlicher Gewichtszunahme oder -abnahme, Müdigkeit und Temperaturempfindlichkeit führen.

Energie & Stimmung

Schilddrüsenhormone beeinflussen die Gehirnfunktion. Eine Unterfunktion wird mit Depression, Gehirnnebel und Müdigkeit in Verbindung gebracht. Eine Überfunktion kann Angst und Reizbarkeit verursachen.

Herzgesundheit

Sowohl Unter- als auch Überfunktion beeinflussen die Herzfrequenz und können das kardiovaskuläre Risiko erhöhen, wenn sie unbehandelt bleiben.

Reproduktive Gesundheit

Schilddrüsenfehlfunktionen können Menstruationsstörungen, Fruchtbarkeitsprobleme und Schwangerschaftskomplikationen verursachen.

Symptome einer Schilddrüsenfehlfunktion

Schilddrüsenunterfunktion (hohes TSH)

  • Müdigkeit und Trägheit
  • Gewichtszunahme
  • Kälteempfindlichkeit
  • Trockene Haut und Haare
  • Verstopfung
  • Depression

Schilddrüsenüberfunktion (niedriges TSH)

  • Angst und Reizbarkeit
  • Gewichtsverlust
  • Wärmeempfindlichkeit
  • Schneller Herzschlag
  • Zittern
  • Schlaflosigkeit

Über TSH hinaus: Das vollständige Schilddrüsenpanel

TSH allein erzählt nicht die ganze Geschichte. Erwäge folgende Tests:

  • Freies T4 — Das Haupthormon, das von der Schilddrüse produziert wird
  • Freies T3 — Die aktive Form des Schilddrüsenhormons
  • Schilddrüsen-Antikörper — Zur Erkennung von Autoimmun-Schilddrüsenerkrankungen (Hashimoto, Morbus Basedow)

Wie oft testen?

  • Wenn gesund ohne Symptome: Alle 5 Jahre ab 35
  • Bei Symptomen: Sofort testen lassen
  • Bei Schilddrüsenmedikation: Alle 6–12 Wochen bei Dosisanpassung, dann jährlich
  • Während der Schwangerschaft: Jedes Trimester

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