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GLOSSARY

AST (Aspartat-Aminotransferase)

Ein Leberenzym, das auf Leberschäden oder -erkrankungen hinweisen kann. Kommt auch in Herz- und Muskelgewebe vor.

Was ist AST?

AST (Aspartat-Aminotransferase), auch bekannt als GOT, ist ein Enzym, das in mehreren Organen vorkommt, mit den höchsten Konzentrationen in Leber und Herz. Kleinere Mengen befinden sich in Muskeln, Nieren und Gehirn.

Wenn Zellen, die AST enthalten, beschädigt werden, tritt das Enzym in den Blutkreislauf aus. Erhöhte AST-Werte weisen auf Gewebeschäden irgendwo im Körper hin — am häufigsten in der Leber.

AST wird fast immer zusammen mit ALT, einem anderen Leberenzym, getestet. Der Vergleich beider hilft, die Problemquelle zu lokalisieren.

Normalwerte

GruppeAST-Wert
Erwachsene Männer10–40 U/L
Erwachsene Frauen9–32 U/L

Normalbereiche variieren zwischen Laboren. Leichte Erhöhungen sind häufig und nicht immer besorgniserregend.

Warum es wichtig ist

Beurteilung der Lebergesundheit

AST hilft in Kombination mit ALT, Leberschäden verschiedener Ursachen zu erkennen: Fettleber, Hepatitis, Medikamentenwirkungen oder Alkoholkonsum.

Herz- und Muskelschäden

Im Gegensatz zu ALT ist AST auch bei Herzinfarkten und Muskelverletzungen erhöht. Deshalb betrachten Ärzte das AST/ALT-Verhältnis und andere Marker, um die Quelle zu bestimmen.

AST vs. ALT

Beide sind Leberenzyme, unterscheiden sich aber in der Spezifität:

  • ALT ist spezifischer für die Leber
  • AST kommt in mehreren Organen vor

Das AST/ALT-Verhältnis liefert diagnostische Hinweise:

  • Verhältnis < 1: Oft Fettleber oder Virushepatitis
  • Verhältnis > 2: Deutet auf alkoholische Lebererkrankung hin

Was AST beeinflusst

  • Alkoholkonsum — Kann AST deutlich erhöhen
  • Intensives Training — Muskelabbau setzt AST frei
  • Medikamente — Statine, Paracetamol, andere
  • Übergewicht — Verbunden mit Fettleber
  • Kürzliche Muskelverletzung — Erhöht AST mehr als ALT

Ursachen für hohes AST

  • Fettlebererkrankung
  • Virushepatitis (A, B, C)
  • Alkoholische Lebererkrankung
  • Medikamententoxizität
  • Herzinfarkt (erhöht mit anderen Herzmarkern)
  • Muskelschäden oder intensives Training

Wie oft testen?

  • Routineuntersuchungen: Oft in Stoffwechselpanels enthalten
  • Bei leberbelastenden Medikamenten: Alle 3–6 Monate
  • Bekannte Lebererkrankungen: Nach Anweisung

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