Bilirubin
Ein gelbes Pigment aus dem Abbau roter Blutkörperchen. Erhöhte Werte weisen auf Lebererkrankungen oder Erkrankungen der roten Blutkörperchen hin.
Was ist Bilirubin?
Bilirubin ist ein gelb-oranges Pigment, das entsteht, wenn rote Blutkörperchen am Ende ihrer etwa 120-tägigen Lebensdauer abgebaut werden. Deine Milz baut alte rote Blutkörperchen ab und setzt Hämoglobin frei, das dann in Bilirubin umgewandelt wird.
Bilirubin wandert zu deiner Leber, die es verarbeitet und mit der Galle ausscheidet. Deshalb ist Urin gelb und Stuhl braun — beide enthalten Bilirubin-Nebenprodukte.
Wenn dieses System nicht funktioniert, reichert sich Bilirubin im Blut an und verursacht Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen).
Normalwerte
| Typ | Normalbereich |
|---|---|
| Gesamtbilirubin | 0,1–1,2 mg/dL |
| Direktes Bilirubin | 0,0–0,3 mg/dL |
| Indirektes Bilirubin | 0,2–0,9 mg/dL |
Warum es wichtig ist
Erkennung von Gelbsucht
Bilirubin über ~2,5 mg/dL verursacht sichtbare Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht). Dies erfordert Untersuchung.
Beurteilung der Leberfunktion
Die Leber verarbeitet Bilirubin. Erhöhtes direktes Bilirubin deutet auf Lebererkrankung oder Gallengangsobstruktion hin.
Erkrankungen der roten Blutkörperchen
Übermäßiger Abbau roter Blutkörperchen produziert zu viel Bilirubin und erhöht das indirekte Bilirubin.
Ursachen für hohes Bilirubin
- Hämolytische Anämie — Übermäßiger Abbau roter Blutkörperchen
- Hepatitis — Viral, alkoholisch, autoimmun
- Zirrhose — Lebervernarbung
- Gallengangsobstruktion — Gallensteine, Tumore
- Gilbert-Syndrom — Häufige, gutartige genetische Erkrankung
Wie oft testen?
- Routineuntersuchungen: Oft in Stoffwechselpanels enthalten
- Lebererkrankung: Alle 3–6 Monate
- Gelbsucht vorhanden: Sofort
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